Ein neues Bettchen – für Mama und Papa

Schon wieder eine Woche rum. Und es fühlt sich schon fast an wie Endspurt. Der kleine Vampir wird immer größer und saugt mir fleißig die Kraft aus. Meine Tage werden jetzt beherrscht von zwei großen Dingen. 1. dem Ischias. 2. dem Sodbrennen. Bei beidem dachte ich immer „Jaja, Sodbrennen/Ischias. Was soll das schon sein? So schlimm hört sich das ja wohl nicht an.“ Pustekuchen. Der linke untere Rücken tut mir weh und zieht mir in den Hintern. Ich laufe wie eine fette Ente, und immer wieder fährt es mir in ins Kreuz. Quasi als kleiner Überraschungsbonus. Und jetzt musste ich lernen, dass das Druck- und Völlegefühl gekoppelt mit Aufstoßen gleich Sodbrennen ist. Obwohl es ja gar nicht brennt. Komische Sache.

Wenn ich mir dann nach der Schwangerschaft eine neue Hüfte einbauen lasse, werde ich mich auch gleich um eine längere Speiseröhre kümmern. Da meinte auch meine Frauenärztin, dass es ja „cool wäre, nach der Schwangerschaft ein paar Ersatzteile auswechseln zu können“. Aber so läuft es wohl nicht. Allerdings geht es mir abgesehen davon wirklich gut – und ich muss kaum jammern. Bei meinem monatlichen Arztbesuch, der ab nächstem Mal auf alle zwei Wochen erhöht wird, haben wir nochmal einen 3D-Bild-Versuch gestartet. Doch da hab ich mir von Anfang an keine Hoffnungen gemacht – und wie erwartet, hatte das kleine Biest wieder einmal die Hände im Gesicht. Vielleicht hat es uns auch einfach nur den Mittelfinger gezeigt, wer weiß. Nach meiner Bemerkung über die Knollennase kann man es ihm oder ihr auch nicht verübeln. Es scheint ja auch relativ groß und schwer zu sein, aber alles noch in der Norm. Lange Beine wie die Mama, habe ich mir sagen lassen. Lang ist mir ja egal, nur einen kleinen Kopf und schmale Schultern soll es haben ;)

BuegelbrettAber als positive Neuigkeit habe ich erfahren, dass es jetzt schon richtig liegt, nämlich mit dem Kopf nach unten. Und so fühlt es sich auch an. Kräftige Tritte in Zwerchfell und die Leber sind an der Tagesordnung. Ausschlafen ist nicht erlaubt und fit sind wir ja sowieso den ganzen Tag. Passend zu meiner Arbeitsmotivation. Die wenigen Stunden, die ich noch im Klinikum verbringen kann, genieße ich, denn dann es geht mal nicht um Babysachen, Wäsche waschen, Besorgungen und sonstiges, sondern es steht mal etwas anderes im Mittelpunkt: die Arbeit und meine Patienten. Von zu Hause rauskommen tut wirklich gut. Seit wir letztes Wochenende eine Freundin in Niedersachsen besucht haben, hat mich für eine kurze Zeit die Muße wieder beehrt und ich habe genäht. Allerdings musste ich leider feststellen, dass ich jetzt Hulk zu sein scheine und meine Kräfte nicht einschätzen kann. Long story short: Ich habe mit allzuviel Kraft meine Nähmaschine kaputt gemacht. Irgendetwas hat sich verbogen im Innenleben, und da wurde meine Arbeit wieder unterbrochen. Wo ich doch gerade ein Sternchen auf ein Hosenbein nähen wollte. Frechheit. Jetzt werde ich sie mal anschauen lassen und mir gegebenenfalls eine Neue kaufen, mit der ich meine Kräfte messen kann.

Unser Kinderzimmer wurde nun endlich geliefert, und Daniel hat sich sofort ans Aufbauen gemacht. Schränke einräumen mit all unseren Anschaffungen, die im Moment noch in zahlreichen Kisten verstaut sind, ist aber Mädelssache und lässt meine Spannung über den Tag der Geburt immer mehr ansteigen.

AutoZur Abwechslung habe ich uns außerdem etwas gekauft, das nur für uns ist: ein neues Bettgestell. Wobei auch hier das Baby wieder der ausschlaggebende Grund ist: aktuell haben noch ein beheiztes Wasserbett, in dem es aber leider nicht liegen darf. Und sehr zufrieden sind wir damit sowieso nicht mehr. Mein Ischias wird es mir danken. Und so habe ich mich mit dem Van meiner Schwiegermama und meiner lieben Freundin Carina im Gepäck auf die Reise nach Nürnberg gemacht, um das Bett, das nicht so richtig passen wollte, einzuladen. Deshalb auf zum Baumarkt, Ladungssicherung kaufen, denn der Kofferraum ging nicht ganz zu. Nach einem langen Tag und mit Wut auf Daniel im Bauch, weil er mir nicht den Anhänger mitgeben wollte, kam ich daheim an und musste mich den Rest vom Tag ausruhen. Jetzt wird eben doch alles beschwerlicher, ob ich nun will oder nicht.

Wir werden sehen, wie es nächste Woche wird, denn da freue ich mich schon auf meine mich erwartenden Alvi Pakete, die unsere Einrichtung verschönern und so ziemlich vollenden werden.

Ein paar wunderschöne Tage wünschen Euch der Vampir und die Ente.

Ein neues Bettchen – für Mama und Papa was last modified: Juli 7th, 2017 by ALVI – Alfred Viehhofer GmbH & Co. KG