YES!

Die letzten 2 Wochen vergingen wie im Flug und die Hochzeitsvorbereitungen nahmen meine ganze Zeit in Anspruch, ein paar Fotoshootings konnte ich unter schieben, aber sonst hatte ich das Glück mich komplett auf die Planung und Organisation der standesamtlichen Trauung zu konzentrieren. Unser Würmchen hat gut mitgeholfen indem es mir komplett Ruhe gelassen hatte und ich nicht mehr so sehr müde war.

Um gleich vorab die Leute zu beruhigen, haben wir natürlich nur wegen des Kindes und der steuerlichen Vorteile geheiratet – warum auch sonst sollte man diesen Schritt bitte wagen? So, schalten wir die Ironie bitte wieder aus!

Eine Woche vor der Hochzeit hatte ich noch keinen Friseurtermin und mein Kleid war auch noch nicht angekommen, Accesoires hatte ich noch nicht und mein Haarschmuck war selbst gebastelt. Klingt nach purer Verzweiflung oder? Ich war super entspannt und nahm jede Niederlage mit viel Humor. Hier ein großer Dank an meine Mädels! Auch wenn ihr viel nervöser wart als ich, habt ihr mir super geholfen!

Mein Kleid kam 2 Tage vor der Hochzeit an und ich war, was jeden und auch mich sehr wunderte, unglaublich gelassen. Immerhin heirate ich Steve – meinen besten Freund, da kann nichts schief gehen. Und die Tatsache, dass wir die kirchliche Trauung noch vor uns haben, lies mich den sogenannten „Hochzeitsstress“ gut auf beide Hochzeiten aufteilen.

Steve hat die Nacht vor der Hochzeit getrennt von mir verbracht und bei seinem Trauzeugen geschlafen. Und Plötzlich war der Tag gekommen!

„Heiraten Mau! Heiraten!“Mau_heiratet_1

Nachdem wir beim Friseur waren und ich mich Zuhause geschminkt hatte, war es soweit:

Steve wartete vor unserem Haus auf mich und erwartete natürlich einen sehr eleganten Auftritt – den bekam er aber nur mit einer Prise Mau.

Beim heraus Schreiten blieb ich mit meinem Absatz im Gitter vor der Tür stecken und musste erst einmal stehen bleiben – typisch oder?

 

 

 

 

Zum Glück war mein Zukünftiger so angetan von mir, dass ihm das kaum auffiel und so sah ich, als ich auf ihn zukam, sogar eine Träne, die seine Wange herunterlief. Das Glück in seinen Augen machte die ganzen Anstrengungen der letzten Wochen wieder gut und ich konnte selbst nicht glauben, dass es wirklich schon soweit war!

Mau_heiratet_2Unsere Verwandten hatten wir zum Standesamt bestellt, damit wir den ersten Moment wirklich nur für uns genießen konnten. Die Trauung an sich war sicher sehr schön, ich war aber so sehr damit beschäftigt mich zu freuen wie ein kleines Kind, dass ich nicht wirklich zugehört hatte, was da gesprochen wurde. Steve sagte mir später, dass es sehr schön war ;-)

Mau_heiratet_3Beim Kuss meldete sich sogar unser kleines Mädchen und trampelte munter im Bauch herum. Noch spüre ich die Tritte nur ganz leicht. Da ich, was die Namenswahl angeht, sehr altmodisch bin, war für mich von vornherein klar, dass ich Steve’s Namen annehmen würde. So hatte ich die Unterschrift vorher schon einmal geübt um mich nicht zu blamieren. Hat super geklappt!

Auf Hochzeiten ist es, auch wenn ich nur fotografiere, immer so, dass der Tag früh beginnt und dann gefühlt etwa 1 Stunde dauert und schon wieder rum ist! Sehr verblüffendes Phänomen.

Mau_heiratet_4Nach dem Standesamt kapselten wir uns gleich wieder ab und gingen in ein Restaurant im Stil der 60er Jahre, in dem eine gute Freundin ein paar Fotos von uns schoss. Das war für mich der Punkt an dem ich merkte, dass sich die Müdigkeit langsam wieder näherte. Zum Glück war es sehr entspannt und ich konnte Steve auch mal gut alleine vor die Kamera schicken um mich ein wenig auszuruhen.

Die Fotosession war vorbei – ab ging es zu uns nach Hause. Dort hatten wir ein „i-Do-BBQ“ geplant und unsere Gäste warteten mit tollen Geschenken auf uns. Mein Schwiegerpapa war der Grillmeister und wir hatten eine tolle und vor allem entspannte Feier! Ich hab sogar bis nach Mitternacht durchgehalten! Unvorstellbar, dass ich nicht im Stehen eingeschlafen bin! Zu Ehren meines 23. Geburtstages, der am nächsten Tag war, ließen unsere Gäste sogar Raketen steigen!

Auch wenn sich das alles jetzt sehr schnell liest, war es ein unglaublich gelungener Tag! Und auch eine sehr gelungene Nacht – Ich durfte mich ins Bett schleichen, während Steve mit dem harten Kern – der sich immer am Ende einer Party bildet – noch seine Tanzkünste unter Beweis stellen durfte.

Und da ich mir sicher bin, dass sich viele diese Frage nicht verkneifen können:

Wer wirklich noch eine abgefahrene Hochzeitsnacht haben kann, der hat nicht richtig gefeiert! Und da wir ja vermutlich alle wissen, wie Kinder entstehen, wissen wir auch alle dass das Brautpaar nicht mehr ganz jungfräulich in die Ehe gestartet ist und somit diese Tradition über Bord geworfen wurde ;-)

Soviel sei verraten: Nachholen der Hochzeitsnacht ist viel besser! ;-)

Genug für heute! Ich genieße jetzt die Zeit mit Steve! Fühlt euch gedrückt

Mau

YES! was last modified: Juli 7th, 2017 by ALVI – Alfred Viehhofer GmbH & Co. KG